Automatische Backups bei Shared Webhosting

Bei Shared Webhosting Angeboten ist es oft schwierig, kostenlose automatische Backups zu realisieren. Oft sind Backups sowie Cron Jobs (soweit überhaupt verfügbar) kostenpflichtig.

Zudem funktionieren viele der im Internet verfügbaren Skripts nur auf Servern und die, die auch bei Webhosting Services funktionieren, gehen manchmal nicht mehr …

Deshalb habe ich ein Skript für automatische Dateisystem & Datenbank Backups erstellt. Nachfolgend möchte ich die Funktionen sowie die Anwendung des Skriptes erläutern.

Link zum Projekt: https://git.kernel.fun/cmiksche/php-sharedhost-backup

Funktionen / Features

  • Erstellt Datenbank-Backups
  • Erstellt Dateisystem-Backups, die entweder mit ZIP oder GZ komprimiert werden können
    • Bei der Komprimierung mit ZIP können auch Verzeichnisse ausgeschlossen werden
  • Backups können nach X Tagen automatisch gelöscht werden
  • Das Skript kann von extern aufgerufen werden
  • Lizenziert unter der GNU General Public License 3.0

Anwendung

  • Zuerst sollte die Konfiguration wie Datenbankzugangsdaten in den Konstanten der backup.php Datei eingetragen werden
  • Anschließend können die Dateien auf dem Webspace hochgeladen werden
    • Sicherheitshinweise
      • Nicht das .git Verzeichnis hochladen!
      • Im Standardbackupverzeichnis „backup“ ist nur ein Schutz der Dateien unter Apache eingerichtet – unter nginx und anderen Webservern bitte selbst absichern!
  • Nun kann man einen Cron Job auf einem externen System (z.B.: heimischer Raspberry Pi) einrichten, der die backup.php Datei täglich aufruft.

Anregungen, Fehler oder Verbesserungsvorschläge?! Schreibe einen Kommentar!

MECSA: SPF, DKIM und DMARC bei Mailservern

Ich bin gestern über das Projekt My Email Communications Security Assessment (MECSA) der Europäischen Union gestoßen. Mit dem Online-Dienst, welcher unter https://mecsa.jrc.ec.europa.eu/ erreichbar ist, kann man die Sicherheit der E-Mail-Kommunikation zwischen Providern testen.

Da ich meinen Mailserver gestern umgezogen habe und dessen Bewertung bei anderen Providern verbessern sowie den E-Mail-Verkehr sichern wollte, fand ich dieses Tool recht hilfreich.

Im Grunde sind drei Verfahren / Techniken für eine gute Bewertung bei MECSA wichtig. Diese Verfahren müssen alle als TXT-Records beim DNS-Server der jeweiligen Domain eingerichtet werden.

SPF

Sender Policy Framework – gibt aus, welche Server E-Mails für die Domain versenden dürfen. In den meisten Fällen reicht der folgende TXT-Record hierfür völlig aus:

@                   IN TXT     "v=spf1 mx ~all"

Wer sich mehr damit befassen will, sollte am besten einfach mal seine Suchmaschine verwenden.

DKIM

DomainKeys Identified Mail –  hiermit will man im Grunde sicherstellen, dass die E-Mails auch wirklich von angegeben Absender kommen und nichts verändert wurde. Hierfür gibt es einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel. Den öffentlichen Schlüssel hinterlegt man als TXT-Record auf den DNS-Server und der private Schlüssel wird auf dem Mailserver verstaut.

Manche Mailserversoftware wie z.B.: Mailcow haben zur Erzeugung der Schlüssel eine grafische Benutzeroberfläche.

DMARC

DMARC ist im Endeffekt das Verbindungsstück von  SPF und DKIM. Man gibt damit an, was passieren soll, wenn die E-Mail nicht SPF und DKIM entspricht und wer über die E-mail informiert werden soll.

MXToolBox bietet einen guten Generator die Erzeugung des TXT-Records an: https://mxtoolbox.com/DMARCRecordGenerator.aspx

Übrigens verwenden aktuell GMX, Web und 1&1 sowie viele andere deutsche Provider kaum die in diesem Post veröffentlichen Methoden und haben daher eine eher schlechte MECSA Bewertung.

Gitea Update

Gitea ist im Grunde etwas wie GitHub, nur selbst gehostet. (Ähnlich zu GitLab nur nicht so intensiv im Verbrauch von RAM und CPU)

Gitea ist ein Fork von Gogs – allerdings mit einer offeneren Mentalität der Community als Gogs …

Nun verwende ich diese Software auf einem meiner Server und wollte es heute aktualisieren. Bei einer „normalen“ Anwendung klickt man dazu einfach auf einen Button wie „Update suchen“. Leider gibt es diesen Button bei Gitea aktuell nicht.

Was also tun?

Ich habe das gemacht, was man an der Stelle wahrscheinlich oft als Erstes macht: Googeln!

Google brachte mir das Ergebnis: https://geeklabor.de/archives/207-Gitea-source-update.html

Dieses Ergebnis brauchte mich aber nicht weiter, da ich nicht einmal die Programmiersprache Go auf meinem System installiert hatte … (Ich erwähne es hier trotzdem, vielleicht hilft es ja jemand weiter ….)

Die Lösung!

Ich hatte Gitea als Binary auf meinem Server installiert. Gitea bietet auf GitHub neue Versionen auch als Binary an.

Die Lösung war also recht einfach: Neue Binary mit wget ziehen, mit mv umbenennen, die Berechtigungen mit chmod und chown ändern und wie gewohnt ausführen!

Vor solchen Updates sollte man übrigens mit ./gitea dump eine Sicherung erstellen …

Wronnay Pics eingestellt

Seit 2013 konnte man unter pics.wronnay.net kostenlos Bilder hochladen.

Ich habe heute nach einer Neuinstallation eines Webservers den Dienst erneut geprüft und festgestellt, dass das Hosting in letzter Zeit für unseriöse Dinge missbraucht wurde. Zudem wird die verwendete Software nicht mehr weiterentwickelt.

Deshalb habe ich nun, nach fast 5 Jahren, den Dienst eingestellt. Da dieser allerdings nicht wirklich populär war, wird es wenige tote Bilder geben.

Der ursprüngliche Zweck war das Anbieten einer Möglichkeit zum Hochladen von Bildern für Nutzer von WebPage4.Me, ForenHosting.net und Homepage-versammlung. Unter WebPage4.Me kann man allerdings jetzt direkt Bilder hochladen und die anderen Dienste existieren aktuell nicht mehr.

Raspberry Pi: WLAN geht nicht „Driver does not support …“

Nachdem auf meinem alten Raspberry Pi 1 Model B noch Raspbian „Jessie“ läuft, wollte ich heute mein System auf Stretch aktualisieren.

Nach der Aktualisierung ging nun aber leider kein WLAN über meinem Stick mit Realtek-Chip mehr. Die Fehlermeldung war die folgende:

nl80211: Driver does not support authentication/association or connect commands
wlan0: Failed to initialize driver interface

Nach einer längeren Suche bin ich auf eine Lösung gestoßen: Wenn man der wpa_supplicant den Treiber „wext“ mitgibt, dann funktioniert WLAN auch mit Realtek-Sticks. Den Treiber kann man über die Datei /etc/network/interfaces mitgeben. Bei mir sieht diese Konfiguration etwa so aus (die IPs habe ich angepasst):

auto wlan0
iface wlan0 inet static
        address 192.168.0.97/24
        gateway 192.168.0.1
        wpa-driver wext
        wpa-conf /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf

MacBook Air 2008: Gerät muss neugestartet werden

Vor Kurzem hatte ich bei einem MacBook Air von 2008 (das erste MacBook Air Modell) mit Mac OS X Snow Leopard das Problem, dass jedes Mal nach dem Starten die Meldung „Sie müssen den Computer neu starten. Halten Sie den Ein- Ausschalter gedrückt bis das Gerät ausgeschaltet ist und drücken Sie ihn dann erneut.“ kam. Diese Meldung kann man leider nicht wegklicken …

Es war komplett irrelevant, wie oft ich das Gerät neu gestartet, die Festplatte formatiert oder das Betriebssystem neu installiert habe – auch das Zurücksetzen von SMC und PRAM (SMC:
http://support.apple.com/kb/ht3964, PRAM: http://support.apple.com/kb/ht1379) hat nichts gebracht. Das Problem hatte ich solange, bis ich nach einem Neustart in die Details des Fehlerberichts geschaut hatte. Dort stand folgendes:

Invalid backlight duty cycle value"@/SourceCache/GraphicsDrivers/GraphicsDrivers-5.48.6/Common/GLKernel/Inte l/IntelIntegratedFramebuffer/IntelGMAX3100FB.cpp

Aha. Es hat also etwas mit der Hintergrundbeleuchtung zu tun. Nach einer kurzen Suche fand ich den folgenden Beitrag: https://discussions.apple.com/thread/4246550?tstart=0

In diesem Beitrag wird auf zwei Lösungen hingewiesen und das Problem beim Namen genannt – es ist eine „Kernel Panic“. Bei der einen Lösung muss eine Datei von einem älteren OS X Betriebssystem mit dem aktuellen Betriebssystem ausgetauscht werden, in der anderen Lösung wird ein Ordner (bzw. eine Kernel Erweiterung – KEXT steht für „Kernel Extension“) einfach gelöscht. Dadurch lässt sich zwar die Helligkeit des Bildschirms nicht mehr einstellen, das MacBook zeigt aber auch keine Fehlermeldungen mehr an und funktioniert. Diese Lösung möchte ich nun präsentieren.

Schritt 1:

Beim Starten des MacBooks die Tasten „cmd“ und „s“ gedrückt halten, bis weißer Text auf schwarzen Hintergrund angezeigt wird. Hierdurch kommt man in den „Singel-User-Mode“ (FreeBSD-Nutzer kennen das ^^)

Schritt 2:

Da wir Änderungen an Dateien machen wollen, geben wir folgendes ein:

Zuerst:

/sbin/fsck -fy

Anschließend:

/sbin/mount -uw /

Schritt 3:

Nun erstellen wir ein Backup-Verzeichnis zum Sichern des Ordners:

mkdir /oldext

Schritt 4:

Danach kopieren wir das Verzeichnis entweder mit

mv /System/Library/Extensions/com.apple.AppleBacklightExpert.kext /oldext

oder (bei mir) mit

mv /System/Library/Extensions/AppleBacklightExpert.kext /oldext

Schritt 5:

Wir haben den Ordner nun gesichert und können ihn löschen:

rm -rf /System/Library/Extensions/com.apple.AppleBacklightExpert.kext

oder

rm -rf /System/Library/Extensions/AppleBacklightExpert.kext

Schritt 6:

So. Mit

reboot

starten wir – danach sollte der Fehler verschwunden sein. (Wenn er nicht verschwunden ist, hilft evtl. ein Zurücksetzen des SMC und PRAM)

WebPage4.Me Relaunch

WebPage4.Me war ab 2013 ein Portal zum Erstellen einer Website mit verschiedenen CMS. Man konnte dort unter anderem WordPress Blogs oder Webseiten mit meinem eigenen CMS („WronnayCMS“, aktuell nicht verfügbar) erstellen.

Das Portal wurde ca. 2014 geschlossen, da der Wartungsaufwand zu hoch war (damals hatte ich für die Verwaltung noch ein eigenes System genutzt, jeder Nutzer bekam eine eigene Datenbank und Subdomain und konnte externe Domains aufschalten, dadurch musste mit jeder neuen WordPress / Joomla, etc Version der (sehr aufwendige) Installationsvorgang angepasst werden).

Gestern habe ich auf Basis von WordPress Multisite das Projekt mit einem für mich viel geringeren Wartungsaufwand neu gestartet. Das neue Webdesign kann man durchaus den Minimalismus zuschreiben. Mein Ziel ist es, den Wartungsaufwand so gering wie möglich zu halten, d. h. es werden alle wiederholenden Vorgänge automatisiert.

Piwik / WordPress Remote Update

Wie ich teilweise bereits auf meinem persönlichen Blog erwähnt habe, wurden von mir in letzter Zeit Python Scripts zum Aktualisieren von WordPress und Piwik über die Kommandozeile geschrieben.

Wenn man diese z.B.: als Cronjob laufen lässt, kann man von einem entfernten Gerät die Piwik- oder WordPress Instanz automatisch aktualisieren lassen.

Das ist in manchen Fällen recht nützlich.

Downloaden kann man die beiden Programme von GitHub, eine Installationsanleitung ist in der jeweiligen README.md Datei:

Bei Fehlern / Problemen kann gerne im jeweiligen GitHub Repo ein Issue erstellt werden.

Linux: Acer Laptop mit Intel Prozessor hängt sich auf

Bei einem Acer Laptop von 2014 mit einem Intel® Pentium(R) CPU N3530 Prozessor hatte ich vor ein paar Wochen das Problem, dass sich der Laptop nach dem Hochfahren immer wieder aufgehängt hat und man nichts mehr machen konnte. Nur ein Ausschalten des Geräts behob das Problem.

Ich habe daraufhin verschiedene Linux Derivate wie Ubuntu 16.04, elementary OS Loki sowie FreeBSD ausprobiert. Bei allen Linux Betriebssystemen hatte ich das gleiche Problem. Bei FreeBSD hatte ich zwar dieses Problem nicht, allerdings konnte ich den Rechner nicht herunterfahren (nur bis zum „System has stopped“, kein Poweroff möglich) und mein Touchpad wurde nicht unterstützt.

Ab diesen Punkt habe ich einen Richtungswechsel gewagt und einfach die HDD durch eine SSD, die noch rumlag ersetzt. Das hat aber auch nichts gebracht. ^^

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Problem liegt am Linux Kernel und kann ganz einfach mit einem Update auf einen Kernel über Version 4.8 behoben werden. Das Update kann man unter Debian ganz einfach mit dpkg -i durchführen, wenn man davor die Kernel-Dateien als .deb heruntergeladen hat. Ubuntu 16.10 verwendet schon den Kernel 4.8 – hiermit habe ich in meinem Fall keine Probleme.

Alternativ hat bei mir auch folgendes Workaround funktioniert:

  1. Editieren der
    /etc/default/grub
  2. Nun unter
    GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT

    das folgende innerhalb der Anführungszeichen („“) Einfügen:

    quiet splash intel_idle.max_cstate=1 modprobe.blacklist=dw_dmac,dw_dmac_core
  3. Sollte das auch nicht helfen, kann man noch versuchen, im Recovery Modus (kann man unter Grub beim Starten auswählen) die folgenden Befehle auszuführen: Erst
    X -configure

    danach die erstellte xorg.conf nach /etc/X11 kopieren und anschließend folgende Optionen setzen:

    Option     "NoAccel" "True"

    und

    Option     "DRI" "False"

    .

Ubuntu 16.04: phpMyAdmin zeigt PHP-Code an

Dieses Wochenende habe ich mir einen neuen Rechner zusammengebaut. Nach der Installation von phpMyAdmin zeigte dieses allerdings nur PHP-Code an.

Das Beheben des Problems ist eigentlich ganz einfach. Man muss nur mit dem folgenden Befehl ein fehlendes Paket installieren:

sudo apt-get install libapache2-mod-php7.0